Geschrieben von: Martin Szelgrad    PDF  | Drucken |
Niederösterreich 2011

Landeswappen Die Prämierung der Sieger fand anlässlich des großen Bundesfinales am 26. Jänner 2012 in Wien statt.

eAward auf Niederösterreich 2009

Fotostrecke auf
flickr

Bericht auf report.at

 

1.Platz

VRVis Zentrum für Virtual Reality und Visualisierung Forschungs-GmbH, dsts advisers to executives KEG
Projekt: Virtuelles-Realitäts-Biofeedback-Training

In diesem Projekt der EU-Initiative CAST wurde eine einheitliche, modulare Ausbildung für Einsatzkräfte in Extremsituationen geschaffen, die modernste Sicherheits- und IT-Technologien sowie Erfahrungen aus vergangenen Katastrophen einschließt. Eine virtuelle Trainingswelt entwickelt ermöglicht Einsatzleitern den möglichen Ernstfall virtuell proben zu können. Das Geschehen wird dabei auf einem gewölbten, fast raumhohen Projektionssystem dargestellt. Die weitwinkelig projizierte Szene deckt nahezu das gesamte Blickfeld des Betrachters ab. Durch das weite Blickfeld der Simulation wird die Szene für den Benutzer fast wie eine reale Umgebung erfass- und erlebbar. Das Einspielen von Geräuschen und Gerüchen verstärkt den Realismus. Ziel ist es die Trainingsperson in Stress zu versetzen und den Stresslevel anhand von physiologischen Messparametern (Herzrate, Atemfrequenz, etc.) zu erfassen, auszuwerten und im Rahmen eines Biofeedbacktrainings in Kombination mit hypnotherapeutischen Anweisungen die Stresskompetenz zu verbessern.
www.vrvis.at, www.dsts.at, www.castproject.eu

Die Jury:
„realitätsnahe Simulation rettet Leben im Ernstfall“
„zukunftsorientiertes Projekt“
„Einsatzkräfte stoßen in Extremsituationen oft an ihre Grenzen. Umso wichtiger ist eine möglichst gute Vorbereitung auf Ausnahmesituationen.“
„virtuelle Trainingswelt hält Stress im Griff“

2.Platz

ZIMD Zentrum für Interaktion, Medien & soziale Diversität
Projekt: Robinas Zoo

„Ich kann gar nicht glauben, dass wir das gemacht haben!“, ist die achtjährige Maja begeistert. Mädchen in Volksschulen lernen mittels Robotern spielerisch programmieren und verlieren dadurch die Scheu vor der Technik. Die Mädchen bauen zuerst aus Legosteinen Roboter: Affen, Vögel, Löwen oder Krokodile. Dann programmieren sie die Tiere, so dass sie zum Beispiel verschiedene Geräusche machen, wenn sie fressen oder mit den Flügeln schlagen, oder lassen sie trommeln oder tanzen. Aufbauend auf den Wedo-Baukästen von Lego hat das ZIMD das didaktische Konzept für dieses Mädchenprojekt entwickelt. Zielgruppe sind Mädchen in Volksschulen in der zweiten bis vierten Schulstufe. Das Projekt erhöht auf lange Sicht den Frauenanteil in technischen Berufen. Die Wirksamkeit des Projekts ist durch Evaluationen bereits deutlich belegt.
www.zimd.at/robinas-zoo

Die Jury:
“sensationelles Projekt, um Mädchen für Technik zu begeistern – damit kann nicht früh genug begonnen werden“
„vorbildliches und förderungswürdiges Projekt“
„Finde ich großartig! Mädchen lernen so, dass Technik auch Spaß machen kann.“

3.Platz

Feld & Hof
Projekt: Agrarplattform Feld & Hof

Das Projekt Feld & Hof unterstützt und berät Landwirte am Beschaffungsmarkt der österreichischen Agrarwirtschaft. Kernelement bildet das nutzerfreundliche und unkompliziert gehaltene Portal feldundhof.at, das seit Oktober 2010 online ist. Landwirte können hier ihre Gesuche rund um Viehwirtschaft, Landwirtschaft, Geräte und vieles mehr kostenlos inserieren. Interessierte Anbieter wiederum geben ihre Angebote zu den Gesuchen ab um den Landwirt als neuen Kunden zu gewinnen. Schlussendlich entscheidet sich der Landwirt nach einem festgelegten Zeitraum welches Angebot er nach Abwägung persönlicher Kriterien annimmt.
www.feldundhof.at

Die Jury:
„E-Business für einen in den letzten Jahren vernachlässigten Sektor“
„auch für Landwirte ohne große Internetaffinität“
„Technik wird für Unbedarfte einfach zugänglich gemacht“

T-Systems Innovation Award

SWT Software Trading Vertriebs-GmbH
Projekt: WebWatch.CRM

Mit dem Boom der sozialen Netzwerke gewinnt das Managen von Kundenbeziehungen an zusätzlicher Bedeutung. Aktuelles Wissen über den Kunden ist unabdingbar, um den veränderten Bedingungen und der Relevanz der One-to-One-Kommunikation gerecht zu werden. Ein umsichtiges Customer-Relationship-Management erfordert daher ein laufendes Monitoring von Internet beziehungsweise Web-2.0-Quellen. Viele Unternehmen vor allem im Klein- und Mittelbetriebsbereich verfügen jedoch nicht über das Know-how oder die Ressourcen eine entsprechende Lösung einzuführen. SWT unterstützt dabei und hat auf Basis eigener Web-Intelligence-Tools den Service „WebWatch.CRM“ entwickelt. Mit Hilfe dieser Wrapper- und Extraktionstools werden kundenspezifische Rechercheergebnisse aus Internet- und Social-Media-Quellen im erforderlichen Datenformat zur Integration in CRM-Systeme zur Verfügung gestellt.
www.web-select.com

Die Jury:
„tolles Tool für kleine und mittlere Unternehmen“
„komplette Abdeckung aller Social-Media-Kanäle“
„Mietmodell spart Kosten, da keine eigene IT-Infrastruktur benötigt wird“
„schafft Transparenz und erleichtert die Arbeit“

Die weiteren Nominees in Niederösterreich

Berndorf Band Engineering, CADShop GmbH
Projekt: Dynamische Herstellungskostenkontrolle in der Produktentwicklungsphase

Berndorf Band Engineering schützt sich mit CAD-zentrierter Kostenkontrolle vor ausufernden Herstellungskosten noch während der Produktentwicklung. Dazu setzt der CADShop-Kunde gezieltes Projektmanagement ein, unterstützt durch die Software KingCost. Über ein Product-Lifecycle-Management-System, integriert in allen Stabstellen des Unternehmens, entsteht ein gemeinsamer, abteilungsübergreifender Kostenfindungsprozess. Konstrukteure, Projektleitung, Einkauf und Vertrieb bis hin zur Geschäftsführung erhalten auf Knopfdruck eine aktuelle Kostenübersicht inklusive Zielkostenanalyse, Kostentreiberermittlung, Klassifizierung, Genauigkeits- und Wahrscheinlichkeitsanalyse. So kann bereits früh an den unterschiedlichen Parametern zur Kostenfindung gedreht werden. Die Navigationshilfe KingCost erhöht den Auftragserfolg und reduziert das finanzielle Risiko.
cadshop.com/software/kostenkontrolle

Siemens AG Österreich - Industry Sector, Building Technologies Division
Projekt: Energie aus Biomasse: St. Andrä-Wördern

Die bereits in die Jahre gekommenen gemeindeeigenen Gebäude bedurften einer Modernisierung. Dies veranlasste die Marktgemeinde St. Andrä-Wördern ein für sie geeignetes Modell zu finden. Beim Biomasse-Contracting werden die Gebäude zuerst energiefit gemacht, erst dieser reduzierte Energieverbrauch wird zur Berechnung der Anschlussleistung (Heizwerk) herangezogen. Das Heizwerk wird über den Maschinenring von Landwirten aus der Umgebung beliefert, dadurch fallen lediglich geringe Transportstrecken an und die Wertschöpfung von regionalen Produkten ist gewährleistet. Die Marktgemeinde ist durch die Entscheidung „Energie aus Biomasse“ ein Stück unabhängiger vom durchaus unsicheren Energiemarkt geworden. Die Kosten sind überschaubar und lassen eine Planung in die Zukunft zu. Während der Vertragslaufzeit von 20 Jahren sind Wartungsarbeiten und Ersatzinvestitionen sichergestellt.
www.enoa.at

more&g e-Health GmbH, Landesklinikum Donauregion Tulln, Abteilung Chirurgie
Projekt: Leitlinienbasierte Tumornachsorge im 21. Jahrhundert

Ärzte und Computerlinguisten haben eine Software für die leitliniengerechte Krebsnachsorge entwickelt, die einen automatischen Benachrichtigungsmechanismus (SMS, E-Mail, Brief) für Patienten und eine Informationsfunktion für Mediziner direkt am Arbeitsplatz impliziert. Das steigert die Patiententreue (Compliance), senkt die Fehlerhäufigkeit, die Versorgungsvarianz und die Zahl vermeidbarer Rezidive und Metastasen. Damit steigt die Chance, den Tumor zu überleben und eine gute Lebensqualität zu erzielen. Nach einem Jahr werden die gesunden Patienten zur weiteren Betreuung automatisch zu ihren Hausärzten geleitet. Diese sind mit dem Krankenhaus vernetzt und wissen ebenfalls über das „Medical Monitoring and Recalling System“ M.E.M.O.R.E.S, was evidenzbasiert zu tun ist. Dies stärkt den niedergelassenen Bereich, entlastet die Ambulanzen und senkt Kosten. Verbunden ist M.E.M.O.R.E.S mit einer Ergebnisevaluation im Sinne der Qualitätsverbesserung.
www.moreandg.com

Digitalherz Websoftware und Beratungs GmbH, SKN St. Pölten
Projekt: Sportherz – Digitalplattformen für Sportvereine

Gemeinsam mit dem Fußballverein Sportklub Niederösterreich St. Pölten wurde im Jahr 2010 eine hypermandantenfähige Digitalplattform entwickelt. Maßgeschneidert für Sportvereine können alle Vereine mit Sportschwerpunkt einfach digitale Plattformen für ihren Verein betreiben. Die Inhalte der Plattform werden teilweise aus sozialen Medien oder Sportverbänden mit etwa Spielplänen und Tabellen automatisch generiert. Für Vereine ist die Nutzung unentgeltlich, finanziert wird das Produkt über maßgeschneiderte Zusatzdienste wie iPhone Apps oder Administrationssoftware für Vereine.
www.sportherz.at, www.skn-stpoelten.at

Niederösterreichische Gebietskrankenkasse, Fecton Softwarevertrieb GmbH
Projekt: Standardisiertes internes Kontrollsystem

Die Einführung eines standardisierten internen Kontrollsystems (IKS) erfordert nicht nur spezifisches Know-how, sondern auch sehr viel Feingefühl, um das Bewusstsein bei Führungskräften und Mitarbeitern in die richtige Richtung zu leiten. Durch den Einsatz des Softwareprodukts „myICS“ konnten optimale Voraussetzungen schaffen werden, um Transparenz und Nachhaltigkeit bei Geschäftsprozessen und im Bereich von Gebäude- und Informationssicherheit zu gewährleisten. Durch die benutzerfreundliche Softwareanwendung werden nun Kontrollaufträge effizient verteilt und dokumentiert. Über automatisierte Reporterstellungen erhalten Führungskräfte monatlichen Feedbackberichte. Mit dieser Eigeninitiative der NÖGKK ist auch ein Startschuss zur Implementierung des IKS bei anderen Sozialversicherungsträgern gefallen.
www.myics.at

HTH Consulting GmbH, NÖ Landesklinikenholding
Projekt: Virtualisierte Serverinfrastruktur für die NÖ Landeskliniken

In der ersten Ausbaustufe eines großen Konsolidierungs- und Modernisierungsprojekts wurde die Serverinfrastruktur von 16 Klinikrechenzentren in Niederösterreich  virtualisiert. HTH Consulting, Spezialist für IT-Beratung und Systemintegration mit Sitz in St. Pölten, zeichnet für die Planung und technische Umsetzung dieses großen Transformationsprojekts verantwortlich. Mit der Installation und Konfiguration der State-of-the-art-Virtualisierungssoftware VMware vSphere 4  konnte in den einzelnen Krankenhäusern Serverhardware im Verhältnis von bis zu 10:1 eingespart werden. Zudem profitieren die Spitäler nun von einer flexiblen, zukunftssicheren und hochverfügbaren IT-Umgebung, die sich leicht verwalten und warten lässt. Durch das Mammutprojekt konnten Kosten gesenkt und die Effizienz der IT-Systeme deutlich verbessert werden.
www.hth.co.at, www.bechtle.com